Nationalrat gibt Laut

Wer kann sich noch an Nationalrat Bortoluzzi und seine beleidigenden Äusserungen über verkehrte Hirnlappen und die Ernennung zum Ehrenmitglied von Pink Cross erinnern?

Nun hat der bodenständige SVP-Nationalrat endlich auf die Ehrenmitgliedschaft von Pink Cross reagiert – hochoffiziell auf Briefpapier des Nationalrats:

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Damit stellt sich der SVP-Politiker Bortoluzzi definitiv ins Abseits und macht sich endgültig zur Lachnummer.

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Fünf Jahre Knast für Jagd auf Schwule

Maxim Martsinkewisch, berüchtigter Chef der Gruppe “Occupy Pedophilia” wurde in Russland zu fünf Jahren Gefängnis – der Höchststrafe für “Anstiftung zu Hass und Erniedrigung der Menschenwürde” – verurteilt.

Der 29-jährige Martinkewisch hatte zusammen mit weiteren Mitgliedern der Gruppe “Occupy Pedophilia” regelrecht Jagd auf Schwule gemacht, indem sie die Männer zu einem vermeintlichen Date gelockt hatten, um anschliessend per Videoaufnahme öffentlich blosszustellen. Die Opfer wurden dabei geschlagen und getreten, mit Urin und Farbe übergossen und mussten mit Dildos posieren. Nach Vorbild von “Occupy Pedophilia” entstanden in ganz Russland und weiteren Ostländern weitere solcher Gruppen.

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Immer wieder sonntags: Kirchen und Religionen

Sonntag – und da passt doch wunderbar das Thema Religion: Was ich eigentlich für logisch halte, hat eine Umfrage in den USA bestätigt: Im Leben von Schwulen, Lesben und Trans* spielen Kirchen und Religionen nur eine untergeordnete Rolle.

heilig

Der heilige Sebastian – Schutzpatron von uns Schwulen …

Warum ich dieses Ergebnis für logisch halte? Es kann doch nicht sein, dass wir Kirchen und Religionen unterstützen, die regelmässig und äusserst fragwürdige homo- und transphobe Ansichten vertreten.

Entsprechend ist gemäss dieser Umfrage der Anteil gläubiger LGBT-Menschen in den USA weit niedriger als in der Gesamtbevölkerung. Oder in Prozenten ausgedrückt: 24 Prozent von LGBT-Menschen bezeichnen sich als “sehr religiös”, bei der übrigens Bevölkerung liegt der Anteil bei 41 Prozent. Als gar nicht religiös bezeichnet sich die Hälfte der Schwulen, Lesben und Trans*, bei den “Stinos” liegt der Anteil unter einem Drittel.

Befragt wurden durch das Meinungsforschungsinstitut über 100’000 Menschen, davon bezeichneten sich 3200 Menschen als schwul, lesbisch, bisexuell oder trans*. Und: Die “Meinungsforscher” sind überzeugt, dass sich das Resultat der Umfrage verändern würde, wenn mehr Kirchen gleichgeschlechtliche Beziehungen als “normal” betrachten würden.

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“Umpolung” mitten in Berlin

In einem offenen Brief hat der Lesben- und Schwulenverband Deutschland LSVD die freikirchliche Lukas-Gemeinde in Berlin das Angebot “Aufbruch Leben” des Vereins Wüstenstrom nicht mehr zu bewerben.

Was auf der Website der Gemeinde harmlos als “Seelsorgekonzept” zur Überwindung von “zentralen Identitäts- und Beziehungskonflikten” angeboten wird, ist in Tat und Wahrheit wohl ein Angebot zur “Heilung” und “Umpolung” von homosexuellen Menschen.

So erklärt der LSVD Berlin Brandenburg im offenen Brief:

Der Vorsitzende des Wüstenstrom e.V., Mar­kus Hoffmann, fiel in der Vergangenheit durch Äußerungen auf, in denen er Homosexualität als “Problem” ansieht und Menschen mit seinen Angeboten zu einer “Veränderung” verhelfen möchte. Hierdurch wird Homosexualität fälsch­lich in den Bereich einer Krankheit gerückt und es findet eine pauschale Abwer­tung homosexueller Menschen statt. Wüstenstrom e.V. propagiert in letzter Konsequenz die angebliche Möglichkeit einer “Umpolunq” der sexuellen Identität durch therapeutische Angebote.

zweifel

Die Lukas-Gemeinde gibt auf ihrer Website die Antwort grad selber: “Da habe ich so meine Zweifel” …

Der LSVD Berlin-Brandenburg stellt im Brief unmissverständlich fest, sich gegen alle Mass nahmen, die homosexuelle Menschen diskriminieren, zu wehren. Zudem habe auch der Berufsverband deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie unmissverständlich klar gestellt, dass Homosexualität keine Krankheit sei und keiner Therapie bedarf.

Der Verein Wüstenstrom schreibt übrigens auf ihrer Website über das Programm “Aufbruch Leben”, dass es bereits seit vielen Jahren in Deutschland, der Schweiz und Österreich von vielen hundert Menschen besucht worden sei.

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schmaz and the fabulous jukebox

Ein Dirigent, drei Musiker, 40 Sänger und mittendrin eine verstaubte Jukebox. Diesen Herbst tritt der ‘schmaz’ mit seinem neunten und ungewohnt anderen Programm im Theater Rigiblick auf.

‘schmaz’ Various Voices 2014 in Dublin.

Für die, die ihn noch nicht kennen: ‘schmaz’ steht für ‘schwuler männerchor zürich’. Klein geschrieben, richtig gelesen. Der Chor besteht aus rund 45 schwulen Sängern unter der musikalischen Leitung von Ernst Buscagne.

“schmaz and the fabulous jukebox” nennt sich der neueste Wurf des Chores. Ein Programm der schwulen Geschichte(n), Emotionen und breit gefächerten musikalischen Stilrichtungen. Von ABBA über Cole Porter über Elton John bis zu Mika bietet der Abend alles, was eine “fabulous jukebox” so hergibt. War der ‘schmaz’ bis anhin häufig mit Komponisten wie Debussy und Schubert eher klassisch unterwegs, wagt er sich nun erstmals in populärmusikalische Gefilde. Begleitet von Gallus Hächler, Marcel Benedikt und Rainer Fröhlich singt und spielt der ‘schmaz’ Songs zum Mitswingen, Mitsingen und Mitdenken.

Matti Rach, der Präsident des Chores über den ‘schmaz’:

Was uns verbindet, ist die Freude am Gesang und unser schwules Leben. Seit 1990 erfreuen, überraschen und irritieren wir unser Publikum. Dabei ist es uns wichtig, auch als Botschafter schwuler Anliegen wahrgenommen zu werden.

Premiere des neuen Programms ist am Samstag, 6. September um 20 Uhr im Theater Rigiblick. Weitere Vorstellungen: 7. September, 4. Oktober, 5. Oktober, 31. Oktober und 1. November. Tickets unter theater-rigiblick.ch oder schmaz.ch

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Gemeinsam gegen Homophobie im Stade de Suisse

wankdorf

13. August 2014: YB spielt gegen Grasshoppers …

Vor zwei Tagen spielten im Berner Stade de Suisse die Young Boys gegen den Grasshopper Club Zürich. Und im Stadion hing der Banner der Faninitiative “Gemeinsam gegen Homophobie”!

Ziel der Initiative ist es, ein Zeichen gegen Homophobie in den Schweizer Stadien zu setzen und eine Sensibilisierung zur Thematik zu erreichen. Dabei sollen Fans, Fanclubs und Vereine am selben Strick ziehen. Gemeinsamg gegen Homophobie lehnt sich dabei stark an die in Deutschland etablierte Faninitiative “Fussballfans gegen Homophobie” an. Simon Weber, der Präsident der Wankdorf Junxx, meint zur Aktion im Stade de Suisse: “Ist erst der Anfang”. Das Transparent soll nun auf die Reise durch Land und Kurven gehen.

>Gemeinsam gegen Homophobie

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Verhaftungen im Libanon

Am vergangen Samstag hat die Polizei in Beirut 27 Männer wegen “homosexueller Handlungen” festgenommen. Das berichtet Queer.de und beruft sich dabei auf eine Meldung der libanesischen LGBT-Gruppe ‘Helem’.

Nach einem Tipp, dass sich in einem Hammam Männer für sexuelle Kontakte treffen sollen, hat die Polizei den Besitzer, mehrere Angestellte und Gäste verhaftet. Zum Zeitpunkt der Verhaftung hätten keinerlei sexuelle Kontakte stattgefunden.

Bisher habe die Polizei noch keine Anal-Untersuchungen an den Verhafteten durchgeführt. Bisher hat die Polizei im Libanon diese Untersuchung jeweils durchgeführt, um die Homosexualität festzustellen. Dabei wird ein Metallobjekt in den Enddarm eingeführt – und so könne ein Arzt feststellen, ob der Mann Analsex gehabt habe … Ärzte halten diese Untersuchung für nutzlos und Menschenrechtsorganisationen für eine Form der Vergewaltigung.

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