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Wegen Homosexualität in Nordzypern verhaftet
Von Daniel Frey | 19. Oktober 2011
In der Türkischen Republik Nordzypern sind drei Männer – darunter Zyperns ehemaliger Finanzminister Michalis Sarris – verhaftet worden. Den Männern, sie sind 17, 29 und 65 Jahre alt, wird vorgeworfen, sich zu unnatürlichem Geschlechtsverkehr verabredet zu haben. Darauf stehen bis zu fünf Jahre Haft. Das berichtet Queer.de.
Der entsprechende Strafrechtsparagraf ist auf Zypern eigentlich abgeschafft. Bereits 1993 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte den Paragrafen als unvereinbar mit dem Recht auf ein Privatleben erklärt, fünf Jahre später wurde die Bestimmung abgeschafft. Seit 2002 gilt ein einheitliches Schutzalter von 17 Jahren. Doch in der Türkischen Republik Nordzypern wurde die Abschaffung des Paragrafen noch nicht umgesetzt.
Damit ist Nordzypern der einzige Teil Europas, in der Homosexualität noch bestraft werden kann – der Fall der drei Männer ist aber offensichtlich der erste seit Jahren.
Topics: Fragezeichen | 1 Kommentar »

26. Oktober 2011 at 02:45
Hallo,
ich möchte hierzu auch mal einen Kommentar abgeben:
1. Das Gesetz gehört abgeschafft.
2. Den meisten beteiligten droht eine größere Haftstrafe, da sie Sex mit einem Minderjährigen hatten.
3. Was ist das für ein Land, wo sogar ein griechisch-zypriotische Minister (rechtlich gesehen) an einem Kind vergreift?
Freundliche Grüße
Michael