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Ärztlich verordnete Genitalverstümmelung stoppen

Von Daniel Frey | 6. Februar 2012

Zum heutigen “Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung” ruft Zwischengeschlecht.org Politik und Öffentlichkeit dazu auf, bei systematischen Menschenrechtsverletzungen vor der eigenen Haustüre nicht mehr länger wegzuschauen.

Gemäss Angaben von Zwischengeschlecht.org wird jeden Tag in einer Klinik in Deutschland mindestens ein Kind irreversibel genitalverstümmelt. Mediziner nennen dies “korrigierende und angleichende Eingriffe”.

Opfer von Genitalverstümmelungen in westlichen Kliniken beklagen seit über 15 Jahren die Doppelmoral, dass einerseits Genitalverstümmelungen in Afrika als barbarisch gebrandmarkt und zu Recht verurteilt werden, während gleichzeitig die chirurgischen Genitalverstümmelungen an wehrlosen Kindern mit “atypischen” Genitalien vor der eigenen Haustüre ausgeblendet und öffentlich geleugnet werden.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen. Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.

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