Wirklich Monsieur Darbellay?

“Es braucht einen Mann und eine Frau”, meint CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay in einem Interview mit Newsnet und erklärt, weshalb der Bundesrat einen Fehler begehe, wenn er lesbischen und schwulen Paaren die Stiefkindadoption erlaube.

Darbellay spricht im Interview von Salamitaktik – dass sich die Welt im Verlaufe der Zeit verändern kann, vergisst er. Auch ist er sicher, dass ein Kind zur Orientierung Vater und Mutter brauche. Dass Regenbogenfamilien existieren, hat der CVP-Präsident noch nicht mitgekriegt. Eine Umfrage aus dem Jahr 2010 zeigt nämlich, dass 86.3 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer für eine Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Elternschaft ist. Zudem beweisen Studien, dass nicht die sexuelle Orientierung der Eltern entscheidend für das Wohlergehen der Kinder ist, sondern die Beziehungsqualität und das Klima in der Familie (ja tatsächlich, für dieses Ergebnis braucht es wissenschaftliche Studien, zwischenmenschliche – oder vielleicht sogar christliche – Überlegungen reichen da nicht). Und wie viele Hetero-Ehe werden übrigens geschieden? Gemäss Statistik waren es 2011 in der Schweiz 54.4 Prozent und diese Ehen zwischen Mann und Frau dauerten im Schnitt gerade 14.5 Jahre …

>Bundesrat will Stiefkindadoption
>Der Kokser-Vergleich eines Monsieur Darbellay

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