Die verbalen Attacken eines Hinterwäldlers

Mit hinterwäldlerischen Ansichten sorgt Dieter Blechschmidt, CDU-Kommunalpolitiker aus Sachsen, für Wirbel – er attackiert sogar den deutschen Aussenminister Guido Westerwelle.

Auf einer Internetplattform schrieb der 50jährige Dieter Blechschmidt, dass “Lesben und Schwule nichts für ihre Krankheit können” und “den Betroffenen Hilfe angeboten werden muss”. Auch sei die Wahl von Guido Westerwelle als Aussenminister “keine gute Wahl”. Ein Schwuler könne Deutschland in arabischen Ländern nicht repräsentieren, da dort doch für Homosexuelle die Todesstrafe drohe.

“Homophobie ist heilbar, aber nicht Homosexualität”, kommentiert der sächsische Lesben- und Schwulenverbandes die Äusserungen Blechschmidts. Es sei “absolut hinterwäldlerisch, wenn Homosexualität als Krankheit aufgefasst wird”. Blechschmidts Attacken gegen Schwule und Lesben sind zudem kein Einzelfall. Bereits vor zwei Jahren hat ein weiterer CDU-Politiker aus der Region gegenüber Organisatoren eines CSD Homosexualität als “Abnormalität” bezeichnet.

Ob da in Sachsen die CDU oder die Wähler nochmals über die Bücher müssen?

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