Christliche Nächstenliebe?

Die Heilsarmee geht – gemäss eigenen Angaben – “aktiv gegen soziale Missstände vor und lebt die Kraft des Evangeliums in Wort und Tat vor”. Wenn allerdings eine Mitarbeiterin der Heilsarmee eine Frau liebt, ist es mit der christlichen Nächstenliebe rasch vorbei. So geschehen in einem Behindertenheim im Kanton Zürich, wo die Heilsarmee der Leiterin gekündigt hat, weil diese eine Liebesbeziehung zu einer Mitarbeiterin hat.

Publik gemacht hat den skandalösen Vorfall die ‘NZZ am Sonntag’. Die Zeitung zitiert in ihrem Artikel aus einem Mail an die Mitarbeitenden der Heilsarmee. Demnach toleriere die Heilsarmee keine gleichgeschlechtlichen Verbindungen von Führungskräften mit Mitarbeitenden, da diese gegen biblische Grundsätze verstosse.

Der Gipfel der Frechheit: Das Behindertenheim wird vom Kanton mitfinanziert. So zahlt die Bildungsdirektion des Kantons Zürich Subventionen und bei ausserkantonalen Kindern zahlen die jeweiligen Kantone finanzielle Beiträge …

Die GaynossInnen der JUSO Schweiz verurteilen den Entscheid der Heilsarmee und zeigen sich schockiert über die Auffassung und Ausführung des gemeinnützigen Auftrages der Heilsarmee im Sinne ihrer Spender. In vielen Regionen dieser Welt werden die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender noch mit Füssen getreten. In der Hälfte der Staaten ist gleichgeschlechtliche Liebe strafbar, in einigen Ländern der islamischen Welt droht sogar die Todesstrafe. Die Signalwirkung, welche die Heilsarmee hier verbreitet kann kaum damit vereinbar sein.

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