4. Jahrestag der Ermordung von Ahmet

Vor vier Jahren wurde in Istanbul der Physikstudent und LGBT-Aktivist Ahmet Yildiz ermordet. Vermutet wird ein Ehrenmord. Amnesty International fordert wiederholt, dass die Verantwortlichen für den Mord endlich vor Gericht gebracht werden.

In den Monaten vor seinem Tod hatte Ahmet von seiner Familie Drohungen erhalten, die er bei den Behörden auch anzeigte. Die Staatsanwaltschaft hat diese Anzeige im November 2007 – also acht Monate vor dem Mord – offensichtlich ohne sachliche Untersuchung abgelehnt. Des Mordes verdächtigt wird Ahmets Vater, der bisher weder verhaftet noch vor Gericht gebracht wurde.

Amnestie International fordert von den türkischen Behörden, dass der Haftbefehl gegen den mutmasslichen Mörder endlich vollzogen wird. Zudem soll das Scheitern der türkischen Behörden von einer unabhängigen Organisation untersucht werden.

>Im Namen der Ehre

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