Auf dem schwulen Strich in Zürich

Interessanter Bericht im ‘Tages-Anzeiger’ über den schwulen Strich in Zürich. Im Moment reisten männliche Sexworker aus Rumänien in Gruppen in die Schweiz, das mache für Sozialarbeiter die Aids-Prävention und Hilfestellung in Ausbeutungssituationen kompliziert.

Auskunft über die Situation gibt im ‘Tages-Anzeiger’ Benedikt Zahno, der Leiter des Checkpoints in Zürich. Viele der rumänischen Stricher seien gar nicht schwul. Die Familien zu Hause gehen davon aus, dass die Männer auf dem Bau oder in der Landwirtschaft tätig seien. Zum ist Homosexualität in Rumänien derart tabuisiert, dass es “dort nicht mal ein Wort dafür gebe”. Dies mache es schwierig, Vertrauensverhältnisse aufzubauen, selbst wenn die Stricher homosexuelle Neigungen hätten.

Spannend auch die Aussage von Benedikt Zahno, dass bei der schwulen Prostitution der schnelle Sex unüblich sei: “Man fährt nicht wie auf dem Sihlquai mit dem Auto hin und lässt sich darin kurz einen Blasen”. Es seien eher ‘Papa-Sohn-Verhältnisse’. Zuerst gehe man Kleider einkaufen, dann essen, später komme es zum bezahlten Sex.

{lang: 'de'}