Auf dem schwulen Strich in Zürich

Interessanter Bericht im ‘Tages-Anzeiger’ über den schwulen Strich in Zürich. Im Moment reisten männliche Sexworker aus Rumänien in Gruppen in die Schweiz, das mache für Sozialarbeiter die Aids-Prävention und Hilfestellung in Ausbeutungssituationen kompliziert.

Auskunft über die Situation gibt im ‘Tages-Anzeiger’ Benedikt Zahno, der Leiter des Checkpoints in Zürich. Viele der rumänischen Stricher seien gar nicht schwul. Die Familien zu Hause gehen davon aus, dass die Männer auf dem Bau oder in der Landwirtschaft tätig seien. Zum ist Homosexualität in Rumänien derart tabuisiert, dass es “dort nicht mal ein Wort dafür gebe”. Dies mache es schwierig, Vertrauensverhältnisse aufzubauen, selbst wenn die Stricher homosexuelle Neigungen hätten.

Spannend auch die Aussage von Benedikt Zahno, dass bei der schwulen Prostitution der schnelle Sex unüblich sei: “Man fährt nicht wie auf dem Sihlquai mit dem Auto hin und lässt sich darin kurz einen Blasen”. Es seien eher ‘Papa-Sohn-Verhältnisse’. Zuerst gehe man Kleider einkaufen, dann essen, später komme es zum bezahlten Sex.

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3 Antworten auf Auf dem schwulen Strich in Zürich

  1. Thommen_62 sagt:

    Im Bereich der männlichen Prostitution (bei Männern!) machen sich bestimmt ALLE Beteiligten und Zuschauer, sowie Moralistinnen FALSCHE Vorstellungen. Wenn sie von 16-18 erneut verboten wird, haben wir wieder jede Menge Epressungsfälle. Es wäre besser, höhere Löhne zu bezahlen, statt öffentlich zu moralisieren!

  2. Ahmed 777 sagt:

    Also bitte. Diese Burschen vom Balkan machen alternde Stricher wie mich zwar überflüssig aber ich und meinesgleichen haben ja eine Sozialamts-Struktur hinter uns, jene aber NICHT.

    Schlimm ist dass viele der “Balkanesen” sowohl Schwule wie Stricher verachten und damit eben im vorliegenden Fall sich selbst.

    Ich habe mich nie geschämt ein Stricher und Stripper zu sein

    Diese Burschen aber haben zum Teil ein echtes Problem.

    Sie wurden immer wieder mit Tunesiern, Algeriern und Marokkanern verglichen, aber im Maghreb haben wir eine vielhundert-jährige Tradition von Strichern und Schwulen.

    • Thommen_64 sagt:

      Frauen sind immer am “Schützen”! Aber Männer unter sich können sich sogar halbtot schlagen, weil sie Männer sind. Nur beim Sex sind sie offenbar zum schützen gut genug! Gleichgeschlechtliche Prostitution hat nun mal nicht die gleichen Umstände und Motive wie die heterosexuelle! Sie bietet auch nicht das Gleiche – auch nicht unter Frauen! Wann begreifen das endlich Frauen und Schwule!

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