Auge um Auge?

Der 28-jährige Floyd hat in Washington im Büro des ‘Family Research Council’ einen Wachmann angeschossen, bevor er überwältigt wurde.

Nach Angaben der Polizei habe Floyd nach einer hitzigen Diskussion im Eingangsbereich der christlichen Organisation mit dem Wachmann mit einer Pistole um sich geschossen – und den Wachmann am Arm getroffen. Der Angeschossene konnte mit Hilfe von Anwesenden Floyd überwältigen. Nun wird gegen ihn ermittelt, ob er wegen eines Hassverbrechens oder wegen Terrorismus angeklagt wird.

Hauptanliegen des ‘Family Research Council’ ist die Verhinderung von “Homo-Rechten”. So hat die Organisation mitgeholfen, im Mai den aussenpolitischen Sprecher von Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zum Rücktritt zu zwingen – sein “Vergehen” war seine Homosexualität.

Natürlich kann die Tat – der mutmassliche Täter arbeitete in den letzten sechs Monaten übrigens ehrenamtlich für eine lesbischwule Organisation – entschuldigt werden. Sie bietet Hasspredigern nun weitere Munition, Lesben und Schwule als eine Gefahr für die Menschheit darzustellen, die vor nichts zurückschrecken. Allerdings ist wohl den Leuten des homophoben ‘Family Research Council’ gleichgültig, ob man eine Briefbombe schickt oder mit dem Lover händchenhaltend durch die Stadt spaziert – eine Gefahr ist beides …

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