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Neuer Präventionsfachmann bei der Aids-Hilfe Schweiz

Von Daniel Frey | 7. März 2012

Die Aids-Hilfe Schweiz hat einen neuen Leiter für das Programm MSM. Der Berner Bastian Baumann folgt auf Marco Müller, der nach zwei Jahren die Aids-Hilfe Schweiz Ende Februar verlassen hat.

Bastian Baumann ist 27-jährig und kommt aus Bern. Er bringt viel Erfahrung für diese wichtige Aufgabe mit: So arbeitete er als Kommunikations- und Marketingfachmann bei der Stadt Bern und in einer Zürcher PR-Agentur. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Projekt- und Eventmanagement und ist heute Teilhaber einer Agentur für Kommunikationsgestaltung.

Privat engagiert er sich schon länger für die Gay-Community: Er war Gründer der Jugendgruppe GAYthun und engagierte sich bei der Homosexuellen Arbeitsgruppe Bern. Für dieses Engagement wurde er mit dem ‘rosaroten Adrian’ geehrt, einer Auszeichnung für spezielle Verdienste rund um das lesbischwulen Leben in der Stadt und Region Bern. Baumann freut sich, zukünftig nicht mehr nur privat, sondern auch beruflich für die Community aktiv sein zu können.

Sein Augenmerk will er neben dem Kampf gegen die immer noch hohen HIV-Ansteckungszahlen auch vermehrt auf andere sexuell übertragbare Krankheiten und Fragen der Diskriminierung von HIV-positiven Männern richten. Auch will er neue Wege in der Präventionsarbeit einschlagen und zusammen mit allen Akteuren die gesellschaftliche Akzeptanz von MSM erhöhen und für eine verbesserte physische wie psychische Gesundheit der MSM sorgen.

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“Propaganda” in St. Petersburg verboten

Von Daniel Frey | 1. März 2012

Das Parlament der Stadt St. Petersburg hat das Gesetz gegen “homosexuelle Propaganda” verabschiedet und wird künftig mit Geldstrafen geahndet. Die Parlamentarier haben das Gesetz in dritter Lesung mit 29 zu fünf Stimmen mit der Begründung des „Kinderschutzes“ verabschiedet.

Gleichgeschlechtliche Liebe ist in Russland mit starken Vorurteilen belegt und tabuisiert. Die russisch-orthodoxe Kirche erklärt Homosexualität zur Sünde. Immerhin: Seit 1999 steht Homosexualität nicht mehr auf der Liste der Geisteskrankheiten.

>Anschlag auf die Menschenrechte in St. Petersburg

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It Does Get Better

Von Daniel Frey | 26. Februar 2012

“The L Project” ist ein Gruppe von lesbischen Frauen rund um die Singer/Songwriterin Georgey Payne, die mit einer selbst geschriebenen, komponierten und produzierten Single samt Video die diversen “Es wird besser”-Kampagnen unterstützen – und damit jetzt sogar die britischen Independent-Charts stürmen.

Der Song trägt in Anlehnung an die transportierte Message von “It Gets Better” den Titel, dass es wirklich besser wird, nämlich “It Does Get Better”, und besticht durch Stimmenstärke, Text und Melodie. Die Einahmen gehen an diverse Institutionen und Schulprojekte, um aktiv gegen Homophobie zu kämpfen.

>“It Does Get Better” bei iTunes kaufen

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Nun auch im russischen Moldawien

Von Daniel Frey | 26. Februar 2012

Während das Parlament in St. Petersburg noch diskutiert, wurde in Balti, der zweitgrössten Stadt in der russischen Provinz Moldawien, ein “Werbeverbot für nicht traditionelle sexuelle Orientierung” eingeführt.

In Balti ist also jetzt verboten, in der Öffentlichkeit die Themen Homo- oder Transsexualität zu diskutieren. Auch CSDs sind somit nicht mehr möglich. Von den 35 Stadträten stimmten 23 für das Verbot. Der Gesetzentwurf war von den Kommunisten eingebracht worden, der grössten Partei des Landes.

Fast gleichzeitig mit der Einführung dieses homophoben Gesetzes in Balti, wurde in Berlin (erneut) ein Mann attackiert, weil der Täter “ihn für schwul hielt”. Der Polizeibericht spricht von einer “Körperverletzung mit homophoben Hintergrund”. Warum bloss häufen sich solche Meldungen? Und warum bloss werden sie kaum von den Medien wahrgenommen?

>Anschlag auf Menschenrechte in St. Petersburg

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Wirklich Monsieur Darbellay?

Von Daniel Frey | 23. Februar 2012

“Es braucht einen Mann und eine Frau”, meint CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay in einem Interview mit Newsnet und erklärt, weshalb der Bundesrat einen Fehler begehe, wenn er lesbischen und schwulen Paaren die Stiefkindadoption erlaube.

Darbellay spricht im Interview von Salamitaktik – dass sich die Welt im Verlaufe der Zeit verändern kann, vergisst er. Auch ist er sicher, dass ein Kind zur Orientierung Vater und Mutter brauche. Dass Regenbogenfamilien existieren, hat der CVP-Präsident noch nicht mitgekriegt. Eine Umfrage aus dem Jahr 2010 zeigt nämlich, dass 86.3 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer für eine Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Elternschaft ist. Zudem beweisen Studien, dass nicht die sexuelle Orientierung der Eltern entscheidend für das Wohlergehen der Kinder ist, sondern die Beziehungsqualität und das Klima in der Familie (ja tatsächlich, für dieses Ergebnis braucht es wissenschaftliche Studien, zwischenmenschliche – oder vielleicht sogar christliche – Überlegungen reichen da nicht). Und wie viele Hetero-Ehe werden übrigens geschieden? Gemäss Statistik waren es 2011 in der Schweiz 54.4 Prozent und diese Ehen zwischen Mann und Frau dauerten im Schnitt gerade 14.5 Jahre …

>Bundesrat will Stiefkindadoption
>Der Kokser-Vergleich eines Monsieur Darbellay

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Bundesrat will Stiefkindadoption

Von Daniel Frey | 22. Februar 2012

Der Bundesrat erachtet es als angebracht, im Interesse des Kindeswohls die Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, lehnt aber eine uneingeschränkte Öffnung der Adoption ab. Dies schreibt er in seiner Antwort auf die Motion “Gleiche Chancen für alle Familien” der Rechtskommission des Ständerates.

Der Bundesrat erinnert in der Mitteilung daran, dass gegen das am 1. Januar 2007 in Kraft getretene Partnerschaftsgesetz erfolglos das Referendum ergriffen worden war. Die breite Akzeptanz ist nach seiner Überzeugung darauf zurückführen, dass mit dem neuen Gesetz die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Personen beseitigt werden konnte, ohne gleichzeitig eingetragenen Paaren die Adoption und die medizinisch unterstützte Fortpflanzung zu ermöglichen.

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Wachsende Repression gegen Schwule und Lesben in Uganda

Von Daniel Frey | 22. Februar 2012

Razzien gegen lesbischwule Veranstaltungen und ein Gesetz, das homosexuelle Lebensformen unter Todesstrafe stellt: Die Luft wird immer dünner für Lesben und Schwule in Uganda.

Mit dem Vorwurf, die Veranstaltung sei illegal, liess der ugandische Minister für Ethik und Integrität am 14. Februar 2012 in Entebbe einen Workshop räumen, in dem LGBT-Rechte diskutiert wurden. Und voraussichtlich noch in diesem Monat debatiert das ugandische Parlament ein weiteres Mal über eine Gesetzesvorlage, welche die Diskriminierung von Homosexuellen institutionalisieren würde.

In enger Zusammenarbeit mit ugandischen Menschenrechtsorganisationen, die LGBT-Rechte verteidigen, versucht Amnesty International auf allen Kanälen Druck auszuüben, um das Gesetz zu verhindern. Unterstütze doch hier die Briefaktion von Amnesty – vor allem grad auch im Hintergrund des homophoben Flyers der Eidgenössische Demokratische Union (EDU), der die schwulen- und lesbenfeindliche Haltung der ugandischen Regierung lobt.

>EDU unterstützt Ermordung von Schwulen und Lesben

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EDU unterstützt Ermordung von Schwulen und Lesben

Von Daniel Frey | 20. Februar 2012

Die christlich-fundamentalistische EDU versucht zur Zeit an Schulen einen Flyer über Liebe und Sexualität an Jugendliche zu verteilen. Darin wird der ugandische Präsident für seine Ablehnung von Kondomen ausdrücklich gelobt und damit auch für die Verfolgung von Homosexuellen: Diesen droht in Uganda die Ermordung.

Auch fundamental christliche Kreise wie die Eidgenössische Demokratische Union (EDU) haben das Recht, ihre Ansichten zu Liebe, Ehe oder Homosexualität darzulegen. In einem Flyer der EDU, der an Jugendliche verteilt werden soll, wird allerdings der ugandische Präsident Museveni für seine schwulen- und lesbenfeindliche Haltung ausdrücklich gelobt. In Uganda werden Homosexuelle seit Jahrzehnten mit jahrelangen Gefängnisstrafen bedroht oder gar mit der Ermordung. So wurde etwa der Grundschullehrer und Schwulenaktivist David Kato Ende Januar 2011 brutal umgebracht. Die Regierung hatte die Hetze gegen Homosexuelle jahrelang aktiv gefördert. Im Flyer der EDU wird Museveni aber ausdrücklich gelobt: “Stark, nicht?” heisst es dort.

In dem Flyer wird zudem durch Verdrehungen und Halbwahrheiten aggressiv Stimmung gegen Lesben und Schwule gemacht. In Links wird auf Internet-Seiten verwiesen, wo Programme angeboten werden zur Heilung von Lesben und Schwulen von ihrer Krankheit. LOS und Pink Cross richten an die Schulbehörden den Aufruf, die Verteilung dieses Machwerks nicht zuzulassen. Der Flyer der EDU ist eine einseitige Streitschrift zur Propagierung einer christlichfundamentalistischen Weltanschauung. Ein solcher Flyer hat an öffentlichen Schulen nichts zu suchen.

Update: 22. Februar 2012

Im krassen Gegensatz die heutige Mitteilung von Amnesty International, die mit folgenden Worten eingeleitet wird: “Razzien gegen schwulesbische Veranstaltungen und ein Gesetz, das homosexuelle Lebensformen unter Todesstrafe stellt: Die Luft wird immer dünner für Lesben und Schwule in Uganda.” …

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Gesprächsabend zum Thema “Intersex”

Von Daniel Frey | 17. Februar 2012

Für alle Queerdenker in der Ostschweiz weise ich gerne auf einen Gesprächsabend zum Thema “Intersex” in Weinfelden hin.

Überschrieben ist die Veranstaltung mit: “Aussen hübsch – im Innern ruiniert”. In der Schweiz kommen auf 500 Geburten ein intersexuelles Kind auf die Welt. Ein Mensch also, der nicht klar dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann. Was passiert mit intersexuellen Kindern? Wie gehen Fachleute mit diesem Phänomen um? Was sagen Betroffene darüber? In der Gesprächsrunde sitzt u.a. Daniel “Nella” Truffer von Zwischengeschlecht.org. Veranstalterin ist das ThurgauerFrauenArchiv.

Gesprächsabend “Intersex”
Donnerstag, 23. Februar 2012, 19.30 bis 21.00 Uhr
Gasthof zum Trauben, Weinfelden

www.frauenarchiv.ch

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Tag der Liebenden

Von Daniel Frey | 14. Februar 2012


Der süsse Bär im geilen Lederharness macht Werbung für BearMex, die in Mexikos Hauptstadt diverse Partys für Bären organisieren.

Das Brauchtum des Valentintages geht auf einen oder mehrere christliche Märtyrer namens Valentinus zurück, die der Überlieferung zufolge das Martyrium durch Enthaupten erlitten haben. Der Gedenktag wurde von Papst Gelasius I. 469 für die ganze Kirche eingeführt, 1969 jedoch aus dem römischen Generalkalender gestrichen. So erklärt Wikipedia den Valentinstag. Mir reicht allerdings als Erklärung “Tag der Liebenden” …

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